HIER ERHALTEN SIE INFORMATIONEN ZUM THEMA

Arbeitnehmerdatenschutz

Arbeitnehmerdatenschutz ist der Schutz des Arbeitnehmers vor der Erhebung, Verarbeitung und Nutzung von personenbezogenen Daten durch den Arbeitgeber (auch Beschäftigtendatenschutz genannt). Unter dem Begriff der personenbezogenen Daten fallen alle Informationen, die einer bestimmten oder bestimmbaren Person zugeordnet werden können. Neben der unmittelbaren Zuordnung des Namens, der Anschrift und des Geburtsdatums lassen sich auch mittelbare Informationen über die IP-Adresse oder die Personalnummer einer bestimmten oder bestimmbaren Person zuordnen. Personenbezogene Daten können auch aus der Auswertung einer Überwachungskamera, der Nutzung des Internets und Verwendung von E-Mails sowie den Gesundheitsdaten des Arbeitnehmers entnommen werden. Der Arbeitgeber darf die personenbezogenen Daten des Arbeitnehmers erheben, verarbeiten und weitergeben, wenn er von dem Arbeitnehmer eine schriftliche Einwilligung erhalten hat oder ein Gesetz vorliegt, das ihn hierzu ermächtigt. Die Verwendung der einmal erhobenen Daten ist ausschließlich auf den Zweck ihrer Erhebung bezogen. Im Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) und in der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) finden sich allgemeine Vorgaben für den Datenschutz im Rahmen eines Beschäftigtenverhältnisses. Arbeitgeber dürfen die Daten von Arbeitnehmern auch ohne Einwilligung erheben, verarbeiten und nutzen, sofern dies für die Aufnahme, Durchführung oder Beendigung eines Arbeitsverhältnisses erforderlich ist. Nach der DSGVO sind Arbeitnehmer berechtigt, ihre personenbezogenen Daten zu kontrollieren. Zum Schutz ihrer Daten können sie ein Recht auf Löschung oder Berichtigung, Widerspruch sowie Auskunfts- und Schadensersatzansprüche geltend machen.

LEGISPRO EXPERTENHINWEIS

LEGISPRO BERÄT SIE ZU ALLEN FRAGEN ZUM THEMA ARBEITNEHMERDATENSCHUTZ

Im Bereich des Datenschutzes ergeben sich sowohl für Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer Rechte und Pflichten im Rahmen eines Beschäftigtenverhältnisses. Arbeitgeber haben grundsätzlich eine Informationspflicht gegenüber dem Arbeitnehmer über die Datenerhebung. Möglich ist dies durch die Aufnahme im Arbeitsvertrag oder ein entsprechendes Informationsschreiben an die Arbeitnehmer. Informationen über den Gesundheitsstand des Arbeitnehmers (z.B. bei Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall) dürfen nicht verarbeitet werden. Unzulässig ist auch das Sammeln von Informationen über das Verhalten von Arbeitnehmern am Arbeitsplatz. Demgegenüber ist die Verarbeitung der Bankdaten für die monatlichen Gehaltszahlungen, der Daten für die sozialversicherungs- und steuerrechtlichen Meldungen sowie der Daten über Werdegang und Fähigkeiten des Arbeitnehmers zulässig. Betriebe, die regelmäßig mehr als zehn Mitarbeiter beschäftigen, müssen einen Datenschutzbeauftragten ernennen. Bei Verstößen gegen Datenschutzvorschriften beraten bzw. verwarnen zunächst die zuständigen Aufsichtsbehörden. Liegt ein schwerwiegender oder mutwilliger Verstoß vor, kommen Geldbußen in Höhe von bis zu 20 Mio. EUR oder Schadensersatzansprüche in Betracht. Arbeitnehmer, die neben dem Datengeheimnis gegen die ihnen obliegenden Pflichten im Zusammenhang mit dem Umgang von Arbeitsmitteln (Laptop, PC oder Akten bzw. Unterlagen) gegen Datenschutzvorschriften verstoßen, müssen mit arbeitsrechtlichen Maßnahmen, wie z.B. Abmahnung oder Kündigung rechnen.

LEGISPRO BERÄT SIE ZU ALLEN FRAGEN ZUM THEMA ARBEITNEHMERDATENSCHUTZ

SPRECHEN SIE UNS AN

LEGISPRO RECHTLICHER HINWEIS

Bei den vorstehenden Informationen, Hinweisen und Tipps handelt es sich um allgemeine rechtliche Informationen, die ausschließlich Informationszwecken dienen. Sie stellen keine Rechtsberatung dar und können keinesfalls eine individuelle rechtliche Beratung durch einen Rechtsanwalt oder Fachanwalt ersetzen, welcher die Besonderheiten des Einzelfalls mit Ihnen im Rechtsberatungsgespräch eingehend ermitteln und berücksichtigen kann. Zur Lösung von rechtlichen Problemen wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt oder Fachanwalt.

 

Die LEGISPRO Redaktion bemüht sich, die für Sie bereitgestellten Informationen äußerst sorgfältig auszuwählen, aktuell zu halten und auf Richtigkeit zu überprüfen. Die bereitgestellten Informationen und Seiten sind nicht abschließend. Für ihre Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit kann keine Gewähr übernommen werden. Dies gilt im Besonderen auch für die Fälle, in denen sich die Rechtsprechung ändert oder rechtliche Vorschriften ändern. 

 

LEGISPRO behält sich vor, vorstehende Informationen ohne vorherige Ankündigung teilweise oder vollständig und nach eigenem Ermessen zu aktualisieren, zu ändern, zu ergänzen oder zu löschen.

Edit Page

Möchten Sie von LEGISPRO beraten werden ?

Kontaktieren Sie uns

Kontaktformular

Please fill the required field.
Please fill the required field.
Please fill the required field.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage und werden diese zeitnah beantworten! 

LEGISPRO Rechtsanwälte und Fachanwälte
Opernplatz 14
60313 Frankfurt am Main
Tel:  069 85 801 801 | Fax: 069 90 018 223
E-Mail: info(at)legispro.de

So finden Sie uns

Datenschutzhinweis:
Mit Absenden des Kontaktformulars werden die von Ihnen angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert. Ihre Daten werden ausschließlich zur Bearbeitung und Beantwortung Ihrer Anfrage genutzt. Weiterführende Informationen finden Sie in der LEGISPRO Datenschutzerklärung.